2007-03-14

EDV auf Arbeit: Vorgeschichte

Ich wurde beauftragt, ein EDV-Konzept für den Betrieb zu entwickeln. Grund war, das ich vermutlich der einzige bei uns bin, der einen ganz guten Überblick hat, was es gerade für Technologien, Systeme und Möglichkeiten gibt, die für uns interessant und wichtig sind. Dass ich einen Mac nutze und Windows nicht immer freundlich gesonnen bin, ist bekannt. Dies Konzept habe ich erstellt und dabei einen Schwerpunkt auf die Aufgaben gelegt, die die EDV erfüllen soll. Diese sollten zuerst analysiert und definiert werden, bevor weitere Entscheidungen getroffen werden. Als Sofortmaßnahme habe ich die Anschaffung von Mac minis und MacBooks (Pro) empfohlen. Mit Bootcamp und Windows XP würden sie kurzfristig effizienteres weil schnelleres Arbeiten ermöglichen und uns gleichzeitig völlig flexibel in zukünftigen Entscheidungen sein lassen. Meine Chefs haben aber einen Traum. Sie träumen von vollständig neuer Hardware, für die sie keine Verantwortung tragen, weil die EDV komplett outgesourct ist. Sie glauben, dass dies Vorgehen Standard sei und auch einfach mit Standardsoftware zu machen sei. Dazu muss man wissen, was es bei uns heißt, wenn von Standards gesprochen wird. Standard heißt bei uns entweder, dass man den höchsten Marktanteil meint oder dass man das einzige, was man kennt und von dem man glaubt, dass dies alle hätten, weil es der Nachbar auch hat, meint oder dass man das gewohnte und einem vertraute meint. Der Marktanteil muss auch nicht bewiesen sein. Es reicht, wenn man mal gehört hat, dass er hoch sei. Das manchmal Unternehmen mit 10 % Marktführer sind und der zweitgrößte 9 % Marktanteil hat, spielt keine Rolle. Diesen Traum teile jedoch ich nicht und ich glaube auch, dass dieser Trend schon wieder rückläufig ist, weil man damit zu unflexibel ist. Jetzt heißt es für mich, mich professionell aus der Verantwortung und Durchführung zurück zu ziehen.

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