2005-08-17

Der Tablett-Mac

Was ich ja wirklich hoffe, ist, dass mit dem Umstieg auf Intel doch ein tragbarer Mac in Form eines Tablett-PCs kommt. Und ich hoffe, dass das Design konsequent sein wird. Es sollte vielleicht am ehesten vergleichbar mit einem zu groß geratenem PDA sein, ohne Tastatur und Trackpad auskommen und schlicht rechteckig sein. Das ganze Gerät ist möglichst flach und so groß wie das Display, welches natürlich druckempfindlich und hochauflösend wäre. USB-Anschlüsse gibt es mindestens zwei, die an gegenüberliegenden Seiten liegen. Einen Monitor kann man extern anschließen, FireWire und Netzwerk sind sowieso dabei, Audio In und Out sollte auch sein. Auch eine Art Dockconnector gäbe es. Für mich wäre eine Größe um DIN A4 optimal, vielleicht kann man zwischen etwas größer und etwas kleiner wählen. Jetzt gibt es ja immer wieder die Diskussion, dass das am Markt vorbei ginge und Apple deshalb keinen Tablett-Mac bauen wird. Sicher ist die Zielgruppe kleiner als der Gesamtmarkt für Computer, doch erlebe ich genug Situationen, in denen ein PowerBook stört und ein Tablett benutzbar wäre. Da wäre als erstes die Sitzung. Hier erlebe ich immer wieder, wie trennend das Display sein kann. Ich habe zwar aufgehört, bei Meetings auf Papier mitzuschreiben und protokolliere am Mac in Form einer MindMap. Doch setze mich inzwischen immer an den Rand beziehungsweise in eine Ecke, wo das PowerBook nicht in den Mittelpunkt rückt und auch keine Trennwand zu meinen Gesprächspartnern bildet. Ein Tablett läge in dieser Situation einfach wie ein Block auf dem Tisch. Ich vermute, dass er noch nicht einmal von allen Sitzungsteilnehmern als Computer erkannt würde. Unterwegs wäre ein Tablett-Mac praktisch, weil man zum Lesen sowieso keine Tastatur braucht. Und ich meine wirklich unterwegs, also im Zug, im Flugzeug, im Bus aber auch in der Straßenbahn. Dort hat man meist wenig Platz, aufgeklappt drückt einem die Tastatur in den Bauch. Und ich konsumiere dort meist nur. Die letzten Nachrichten, die spannendsten Weglogs habe ich in Safari in Tabs geladen, um sie offline lesen zu können. Nur manchmal öffne ich Links im Hintergrund, die dann automatisch geladen werden, wenn ich mal wieder online bin (Safari macht das sehr schön, nur das Docksymbol eines Fensters von Safari wird noch nicht aktualisiert). E-Mails habe ich auch vor Fahrtantritt geladen und lese sie offline. Unterwegs antworte ich nur kurz. Für E-Mails, die ausführlicher beantwortet werden müssen, öffne ich nur das Antwortfenster und lasse es im Dock verschwinden. Habe ich mehr Ruhe, und manchmal eine echte Tastatur und einen externen Bildschirm, schreibe ich meinen Kommentar. Die Notizen beim Kunden würde ich auch gerne auf einem Tablett-Mac schreiben. Der wäre so groß, dass ich meinen Handballen auflegen und so gut schreiben kann. Weil er größer als zum Beispiel ein PDA ist, kann man auch mal eine Skizze machen, die so groß ist, dass man genug erkennen kann. Ink erkennt dabei meine Handschrift . Ich muss nichts erst aufklappen und irgendwo hinstellen (oder mich dabei verrenken, auf dem PowerBook freihändig zu schreiben), sondern kann direkt anfangen zu notieren. Zu Hause stellt man mein Traumgerät als "Display" in den als Zubehör erhältlichen Ständer, an den Maus und Tastatur aber auch das Netzwerk und externe Festplatten angeschlossen sind (Dock-Connector). Wenn man einen anderen Mac zu Hause hat, würde auf einen Slave-Modus umschalten werden können, dann verwandelt sich der Tablett-Mac in ein zweites Display. Automatisch würde er mit dem Hauptmac synchron gehalten. Software: MyMind, OmniGraffle, Curio, OmniOutliner, Intaglio aber auch Solitaire XL und iConquer bieten sich meiner Meinung nach an, gerade auf einem Tablett Mac benutzt zu werden. Das GUI müsste nur wenig an die besonderen Anforderungen der Stift- oder gar Fingerbedienug angepasst werden. Ich glaube aber, auch Safari, Mail und iPhoto brauchen nur wenig Änderungen, um hauptsächlich konsumierend mit diesen Programmen zu arbeiten. Im Systems selbst gibt es schon Ink, die Tastaturübersicht (die man jetzt schon so vergrößern kann, dass sie zum Tippen ausreichen würde) und auch die Zweifingerbedienung des Trackpads. Dies alles sind Funktionen, die auch bei einem Tablett-Mac sinnvoll wären. Falls es noch nicht deutlich wurde, ein Tablett-Mac ist für mich wesentlich ein Zweitcomputer. Er wird entweder mit dem Hauptgerät zu Hause synchron gehalten und ergänzt es um einen zweiten Bildschirm oder er wird erst zu Hause auf dem Schreibtisch zu einem vollwertigen Arbeitsgerät mit externer Tastatur, Maus und dem Ständer für ergonomisches Arbeiten. Dementsprechend sollte der Tablett-Mac auch nackt ohne Tastatur und Maus verkauft werden. Wir werden sehen, was kommt ;-) (Hardware)

1 Comments:

Blogger tubuku said...

Interessante Vision, die Du da von einem möglichen Tablet Mac zeichnest. Kann ich mich weitestgehend anschließen, wenngleich ich das gute Stück für andere Zwecke nutzen würde. Hauptsächlich wäre er bei mir Zuhause im Einsatz, um ohne örtliche Bindung zu surfen und evtl. eMails zu schreiben, bzw. als „Fernbedienung“ für meine iTunes-Bibliothek.
Daher wäre für mich eine integrierte AirPort-Karte sehr, sehr wichtig (Auch praktisch, wenn man mal unterwegs ist. HotSpots für Wireless LAN findet man inzwischen ja immer öfter). Außerdem sollte sich das Gewicht des Gerätes natürlich in Grenzen halten, sonst würde das ganze Konzept nicht fruchten.

12:13  

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